
Im Herbst 2026 wird zum 14. Mal der Johannes Th. Eschen-Preis verliehen. Trägerschaft sind die drei Musiktherapie-Berufsverbände:
Mit dem Preis wird eine besonders innovative und für die Musiktherapie bereichernde Masterarbeit ausgezeichnet, die in einem der deutschsprachigen Musiktherapie-Studiengänge in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht wurde. Die Beurteilung der eingereichten Arbeiten erfolgt durch eine unabhängige Fachjury.
Dieser Förderpreis soll Nachwuchs-Musiktherapeut:innen motivieren, über den Abschluss des Studiums hinaus fachspezifische Themen zu vertiefen und wissenschaftliche Texte zu verfassen. Nebst einem besonderen Augenmerk auf eine fundierte wissenschaftliche Methodik sind auch kreative Forschungsansätze sowie Themenbereiche mit besonderer Aktualität gerne gesehen. Das Einhalten wissenschaftlicher Standards wird vorausgesetzt.
Richtlinien:
Es können Masterarbeiten von Musiktherapie-Studiengängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz berücksichtigt werden, die in den Jahren 2024 und 2025 abgeschlossen wurden.
Zur Einreichung gehören folgende Dokumente:
Folgende Gliederung bei der Zusammenfassung ist erwünscht:
Deadline:
Deadline für die Einreichung ist der 31.01.2026. Die Unterlagen und Dokumente müssen digital bei info@musiktherapie.de eingereicht werden - mit Betreff "Bewerbung Eschenpreis 2026".
Beurteilung:
Die Jury besteht aus unabhängigen, fachkompetenten Musiktherapeut:innen sowie Personen aus verwandten Professionen. Eine Erstjury liest alle Arbeiten und nominiert fünf bis sieben davon für den Eschenpreis. Die Hauptjury beurteilt die nominierten Arbeiten und bestimmt unter Einbezug der Erst-Juror:innen die Preisträger:innen-Arbeit.
Mit Preisvergabe und Belobigung ist die Veröffentlichung eines Originalbeitrags in der Fachzeitschrift Musiktherapeutische Umschau auf der Grundlage der Abschlussarbeit verknüpft. Die Autor:innen werden von der Redaktion bei der Abfassung des entsprechenden Originalartikels fachlich unterstützt und betreut.
Weitere Informationen zum Eschenpreis sind unter den Websites der beiden anderen D-A-CH-Berufsverbände abrufbar: www.musiktherapie.de; www.musictherapy.ch
Kathrin Detterbeck-Heer ist die Preisträgern des Johannes Th. Eschen-Preises 2024 (Zürcher Hochschule der Künste)
Musiktherapie und Hochsensibilität. Über die Erfahrungen und Herausforderungen hochsensibler Menschen in der Musiktherapie.
Die Gutachter:innen betonen, dass sich die Arbeit nicht nur durch die methodische Strenge und die fundierte Analyse auszeichne, sondern auch durch die Art und Weise, wie die persönliche Erfahrung reflektiert und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet wird. Außerdem werden die Stringenz, der rote Faden, die präzise Fragestellung sowie die differenzierte und kritische Reflexion der Ergebnisse besonders positiv hervorgehoben.
Nominierungen 2024
Fünf Abschlussarbeiten von Absolventen deutschsprachiger Musiktherapie-Ausbildungen wurden von einer internationalen Jury für den Johannes Th. Eschen-Preis nominiert – in alphabetischer Reihenfolge:
Kathrin Detterbeck-Heer (MAS in Klinische Musiktherapie, Zürcher Hochschule der Künste): Musiktherapie und Hochsensibilität. Über die Erfahrungen und Herausforderungen hochsensibler Menschen in der Musiktherapie.
Kathrin Heiniger (MAS in Klinische Musiktherapie, Zürcher Hochschule der Künste): Wahrnehmung von Musiktherapie als psychotherapeutisches Verfahren.
Jennifer Laura Kienberger (MAS in Klinische Musiktherapie, Zürcher Hochschule der Künste): Stille als schöpferischer Raum. Musiktherapie in einer Regelschule für Kinder mit internalisierenden Auffälligkeiten.
Kerstin Maria Pöhler (Masterstudiengang Musiktherapie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg): Die Anwendung des Psychodramas in der Musiktherapie.
Markus Storf (Institut für Musiktherapie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien): Von Antwortenden und Stummen – Resonanz im musiktherapeutischen Erstkontakt.
Katharina Gatti und Barbara Oplatka sind die Preisträgerinnen des Johannes Th. Eschen-Preises 2022
Katharina Gatti (SRH Hochschule Heidelberg): Klang(t)räume. App-gestütztes kollaboratives therapeutisches Songwriting mit Jugendlichen.
Die Jury schätzt das ansprechende und klar gefasste Thema. Die Nutzung digitaler Ressourcen könnte im Nachgang als historisch verstanden werden. Als berufspolitisch relevant wird die Arbeit bezeichnet im Kontext von psychotherapeutischer Orientierung zu sozialer Arbeit/Community Musictherapy.
Barbara Oplatka (Zürcher Hochschule der Künste u.a.): Kontakt – Begegnung – Beziehung mit Musik. Über die Bedeutung der Musik für die musiktherapeutische Beziehung.
Die Arbeit wird wissenschaftlichem Anspruch gerecht, sei anschlussfähig an die Psychotherapie-Forschung, so die Jury; das Thema sei von ganz zentralem Interesse. Gewürdigt wird, dass die eigene Methodik kritisch herausgearbeitet wird: Ein klassisches Bild des Vorgehens in experimenteller Arbeit.
Nominierungen 2022
Sieben Abschlussarbeiten von Absolventen deutschsprachiger Musiktherapie-Ausbildungen wurden von einer internationalen Jury für den Johannes Th. Eschen-Preis nominiert – in alphabetischer Reihenfolge:
Joana Maria Aderi (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie): Fünf psychische Störungen musikalisch erforscht – Fünf klingende Portraits. www.stoerungsmusik.de
Miriam Adolf (Institut für Musiktherapie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien): Disruption – Intersektionalität und Queer Theory als Perspektiven einer an sozialer Gerechtigkeit orientierten musiktherapeutischen Ausbildung und Praxis.
Jasmin Andergassen (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie): Weibliche Identität und Sexualität – Ein musiktherapeutisches Angebot für Frauen.
Melchior Brunner (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie): Musiktherapie in Hospiz- & Palliativ Care – Möglichkeiten und Bedingungen für Wandlung.
Katharina Gatti (SRH Hochschule Heidelberg. Studiengang MA Musiktherapie): Klang(t)räume – App-gestütztes kollaboratives therapeutisches Songwriting mit Jugendlichen.
Mira Franziska Hüsers (Institut Musiktherapie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien): Sehnsuchtsort Musiktherapie – Vom langen Weg der emigrierten Wiener Musikerin Felice Wolmut zur Musiktherapeutin in den USA der 60er Jahre.
Barbara Oplatka (Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. MAS in Klinische Musiktherapie): Kontakt – Begegnung – Beziehung mit Musik. Über die Bedeutung der Musik für die musiktherapeutische Beziehung.
2020: Dominik Denkmayr, Belobigung: Marlene Emminger
2018: Anita Neudorfer, Belobigung: Daniela Lechner
2016: Jacqueline Stohler, Belobigungen: Susanne Korn, Isolde Binzer
2014: Sina Glomb, Belobigung: Eva-Maria Eidenbenz
2012: David Kierspel, Belobigungen: Lukas Hartl, Stefanie Hoffmann
2010: Karin Holzwarth, Belobigung: Monika Kern
2008: Monika Esslinger, Belobigungen: Saya Shiobara, Agnes Burghardt
2006: Regina Weiß, Belobigungen: Britta Warme, Julia Scholtz
2004: Ulla Pfefferle, Belobigungen: Juliane Stein, Isabell Paduch, Eva Phan Quoc
2002: Monika Smetana (vorm. Lagler), Belobigung: Karin Mössler
2000: Ulrike Mönter, Belobigungen: Susanne Heinze, Dorothea Schönhals-Schlaudt

ÖBM - Österreichischer Berufsverband für Musiktherapie
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